Das liebe Geld

Geld hat unabhängig von seiner Form drei Funktionen: Es ist ein Zahlungsmittel mit einem Wert, dem jeder vertraut. Geld ist auch eine Recheneinheit, anhand der der Preis für Waren und Dienstleistungen festgelegt werden kann. Außerdem ist es ein Wertaufbewahrungsmittel.

Geld ist ein spannendes Thema. Es interessiert immer viele Menschen. Ein noch besseres Thema ist Sex. Das interessiert alle! Aber in diesem Kapitel schreibe ich verschiedene Gedanken über das Geld.

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Dr. Oppels 13 Top-Regeln zum Thema Geld

  1. Wir sind eine Wohlstandsgesellschaft - eine glückliche Gesellschaft sind wir nicht!
  2. Viele reiche Menschen sind nicht reich, sondern nur arme Menschen mit Geld.
  3. Ändere deine innere Einstellung zum Geld. Besetze es positiv und heiße es willkommen.
  4. Um reich zu sein, muss man Geld auch mögen. Außerdem sollte man auch reiche Menschen mögen.
  5. Gehe den Weg deines Herzens. Horche nicht auf den Applaus der Menschen, horche nur auf den Applaus deines eigenen Herzens.
  6. Ganz gleich, welche Arbeit du zurzeit hast, gehe dieser Tätigkeit jeden Tag mit Achtsamkeit, Dankbarkeit und Liebe nach.
  7. Wir werden nie zufrieden sein, wenn wir immer nach noch mehr streben und niemals das Gefühl erleben, genug zu haben. Dein neuer positiver Glaubenssatz zum Geld: Ich habe mehr als genug!
  8. Wir können nur das wirklich besitzen, was wir geliebt haben. Das Ausmaß unserer Liebe bestimmt, wie reich wir in Wirklichkeit sind.
  9. Sammle lieber Lebensmomente als materielle Dinge.
  10. Liebevolle Menschen ziehen andere liebevolle Menschen an. Fülle muss nicht immer materieller Natur sein.
  11. Dankbarkeit ist der Schlüssel zu innerem Wohlstand. Danke ist das Zauberwort, das unser Verhältnis zu Geld verwandelt
  12. Menschen brauchen Sinn im Leben. Finde dein Warum und nutze Geld, um Gutes für dich und andere zu tun.
  13. Teile dein Geld. Es kommt mehr Geld, wenn du es teilst. Geld will fließen und sich vermehren.   

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Geld: Was ist deine Vision?

Bist du in diesem Bereich des Lebens noch nicht zufrieden, dann verhilft dir eine Vision, deine Blockaden zu lösen und diesen Lebensbereich mit mehr Klarheit und Fokus zu verbessern.

Das Finden deiner Vision ist der Weg in ein zufriedeneres und entspannteres Leben.

Willst du dein Leben nicht dem Zufall überlassen und unbewußt dein Leben gestalten sondern die Dinge aktiv steuern? Dann brauchen wir dafür eine Vision. Die Taten folgen deinen Gedanken. Daher ist es so wichtig für jeden Bereich im Leben eine Vision zu entwickeln und diese am besten mit einem positiven Glaubenssatz zu verbinden. Ein Beispiel hierfür kann lauten:

Geld ist etwas wunderbares. Mit Geld kann ich mir, meinen Liebsten und meiner Umwelt große Dienste erweisen und Träume erfüllen. Ich liebe mein Geld und gebe ihm jeden Tag Wertschätzung und Dankbarkeit mit. Ich sage Danke, Danke Danke für die Möglichkeiten, die ich in meinem Leben habe.

Überlege dir eine eigene Vision und einen positiven Glaubenssatz, der genau zu dir passt. Lass dich dazu von meinem Kapitel zum Thema Geld inspirieren.

Zur Info: Dieses Kapitel zum Thema Geld ist aus psychologisch-spiritueller Betrachtungsweise geschrieben, nicht aus betriebswirtschaftlicher Sicht.

Wünscht du dir Unterstützung, um deine Vision zu finden und um deine Glaubenssätze umzuprogrammieren, die dich noch in deiner vollen Entfaltung sabotieren? Wir helfen dir gerne mit einem wundervollen und kraftgebenden Coaching.

 

Allgemeine Gedanken zum Geld

Ist Geld wichtig?

Hier habe ich ein paar Zitate und Redewendungen gesammelt, die mir persönlich gefallen:

  • Money is unimportant, but only rich people know.
  • Geld ist nicht wichtig, wenn genug da ist. 
  • Geld wird dann wichtig, wenn es fehlt. 
  • Wir können uns das Glück nicht erkaufen. Wein schon.

Wenn du glaubst, dass Geld dir deine Probleme nimmt, dann kann ich dir nur sagen: diese vielleicht. Aber dann hast du andere!

Megareiche sind oft unglücklich, können sich an nichts mehr freuen, sind anfällig für Alkohol und Drogen und altern schneller. Dagegen: Wer glücklich und zufrieden ist, produziert Anti-Aging-Hormone (Glückshormone) und bleibt jung.

Macht Geld glücklich?

Geld allein ist kein Garant für Glück. Es gibt viele Menschen mit Geld, die keineswegs glücklich sind und es gibt andere, die es sind! Es stellt sich also die Frage: Warum sind manche Menschen glücklich mit ihrem Geld und die anderen nicht?

Macht Geld uns glücklich? Oder ist Geld etwa gar etwas schlechtes?

Nein und nein!

Gleich mal vorne weg: Nichts und niemand kann uns glücklich machen. Nicht das Geld aber auch nicht unser Partner, die Kinder oder der Job. Nur wir ganz alleine können das. Es ist unsere ganz eigene Einstellung. Glück ist eine Entscheidung. Geld und materielle Werte können nichts daran ändern, ob wir glücklich oder unglücklich sind. Wenn Geld und Berühmtheit alleine wirklich zum Glück führen würde, gäbe es in Beverly Hills nicht so viele Schönheitsoperationen und Scheidungen.

Trotzdem: Reichtum und Wohlbefinden müssen sich nicht ausschließen. Geld ist etwas wunderbares, mit Geld kann man tolle Sachen kaufen. Aber: Mit luxuriösen Anschaffungen allein kann man Glück nicht kaufen.

Glück können wir also nicht kaufen. Aber so einfach ist das Thema trotzdem nicht vom Tisch. Mit dem Geld ist es nämlich so ähnlich wie mit der Gesundheit: Es ist kein Glücksgarant – aber müssen wir uns keine Sorgen um das Geld oder die Gesundheit machen, fällt uns vieles leichter. Geld kann dabei helfen, glücklicher zu werden, indem man es weise einsetzt.

Da gibt es das schnelle Glück: Bei Frauen ist das vielleicht Schuhe kaufen. Auch Männer lieben materielle Dinge. Der Haken: Konsum macht meist nicht lange glücklich, oft aber sehr viel ärmer.

So schön neue Sachen auch sind, oft verblasst die Freude recht bald und wir brauchen etwas Neues, um uns wieder gut zu fühlen.

Seit dem Ende des zweiten Weltkrieges leben wir in materieller Fülle. Unsere Wohnungen und Keller sind voll mit den vielen angenehmen Lebenshilfen und Gütern, die uns das Leben erleichtern sollen. Doch es ist erstaunlich: diese materielle Fülle hat uns nicht glücklicher gemacht. Nach dem Motto: Wir sind eine Wohlstandsgesellschaft - eine glückliche Gesellschaft sind wir nicht!

Die Forschung belegt außerdem, dass die Menge an Geld, die wir besitzen, so gut wie keinen Einfluss darauf hat, wie oft wir an einem durchschnittlichen Tag lächeln, lachen oder Spaß haben – doch genau diese Faktoren machen einen großen Teil der Glückseligkeit aus.

Wenn wir jung sind, träumen wir oft davon, die Welt zu bereisen, Abenteuer zu erleben, etwas zu tun, das uns wirklich Spaß macht. Wem das gelingt – Glückwunsch!

Für viele sieht die Realität jedoch anders aus: Der ungeliebte Job bringt Geld für Dinge, die bald darauf im Keller landen, und für oberflächliche Vergnügungen, die schnell wieder vergessen sind.

Nach dem Motto: Wir kaufen Dinge, die wir nicht brauchen, von Geld, das wir nicht haben, um Menschen zu beeindrucken, die wir nicht mögen.

Im Alter reichen Geld, Energie oder Gesundheit dann oft nicht mehr, um noch großartig Träume zu verwirklichen.

Du kannst dem Leben nicht mehr Zeit geben, aber gib deiner Zeit Leben. Das ist Luxus.

Das neue Statussymbol ist Souveränität. Nicht dein Auto, Haus oder Handtasche (Barak Obama).

Was ist Geld?

Geld ist eine äußerst nützliche Angelegenheit. Es hilft uns Menschen, Waren und Dienstleistungen zu empfangen. Du klickst im Internet etwas an und zwei Tage später hast du es vor der Türe. Ohne Geld wäre so etwas nicht möglich.

Geld ist weder schlecht, noch ist es gut. Geld ist einfach. Geld ist eine Ausdrucksform von Energie. Was du daraus machst hängt von dir ab.

Wenn Menschen den Satz hören „Geld macht nicht glücklich“, dann nicken sie innerlich und denken: „Ja, stimmt“. Und sie haben recht. Das Geld ist es bestimmt nicht, was uns glücklich macht. Aber man läuft Gefahr, gleichzeitig zu dem Gedanken zu neigen „Geld macht unglücklich“. Wer aber glaubt, dass Geld unglücklich macht, der sagt dem Himmel, dem Universum, der Umgebung: „Ich will kein Geld haben, denn ich will nicht unglücklich sein.“

Was kannst du tun?

Ich empfehle dir sehr, in Zukunft deine Rechnungen sofort nach Erhalt zu bezahlen und zwar mit Freude und Dankbarkeit. Freue dich darüber, dass du dir etwas kaufen konntest.

Geld fließt in unser Leben hinein und wieder hinaus. Nimm das Geld dankbar an und lass es dankbar wieder fließen. Ein Freund von mir sagt immer: Gib dein Geld aus. Es ist ja nicht weg. Es hat jetzt nur jemand anders.

Wie sieht es mit deinem Verhältnis zu den Reichen dieser Welt aus? Kannst du ihnen ihren Reichtum gönnen? Oder herrschen Neid, Missgunst und Verurteilung in dir?

Da ist der Urkölner schon ein Stück weiter, wenn er sagt: Me mos och gönne könne! (Mann muss auch gönnen können)

Wenn du aber denkst, das ist doch ungerecht, dass die einen soviel und die anderen sowenig  haben, dann hilft uns dieser Gedanke bei dem Wunsch, es möge doch bitte mehr Geld bei dir sein, nicht weiter. Du willst das Geld insgeheim jemand anderem wegnehmen, weil du denkst, der habe zu viel davon und du zu wenig. Damit gibst du den Reichen und dem Geld die Schuld daran, dass es dir nicht so gut geht wie anderen. Das ist ein Denken in Trennung und Verurteilung, dass dich nur noch tiefer in den Mangel führen muss. Also: Gönne den Reichen dieser Welt ihren Reichtum!

Die richtige innere Einstellung macht dir den Umgang mit Geld leichter

Das Geld will geliebt werden

Liebst du Geld? Kannst du spontan und tief überzeugt sagen: „Ja, ich liebe Geld! Ich liebe es, Geld zu erhalten, und ich liebe es, Geld auszugeben.“

Wenn du Geld nicht liebst, lehnst du es auf einer bestimmten Ebene deines Unterbewusstseins ab. Dann gibt es kaum einen Grund, warum es dir in reichem Maße zufließen sollte.

Wenn du es noch nicht liebst, dann mach dir klar, welche anderen Gedanken und Gefühle du dem Geld gegenüber hegst. Wenn du es nicht liebst, dann stimmt wahrscheinlich etwas nicht mit deinem Verhältnis zum Geld. Vermutlich kursieren dann noch einige der alten Überzeugungen (sog. Glaubenssätze) in deinem Kopf, die schon unsere Urgroßmütter vor sich hingebet haben wie:

  • Geld macht nicht glücklich.
  • Geld ist schmutzig.
  • Geld stinkt.
  • Geld verdirbt den Charakter.

Leider wachsen viele Menschen schon mit einem schlechten Verhältnis zum Geld auf: Nie ist genug da! Wir verbinden mit Geld meist negative Gedanken. Wenn du diese negativen Einstellungen nun einmal aus der Perspektive des Geldes betrachtest, wird schnell klar, dass es wohl nur wenig Lust darauf hat, zu dir zu kommen.

Was kannst du tun?

Ändere deine innere Einstellung zum Geld. Besetze es positiv und heiße es willkommen, anstatt Angst zu haben, dass am Monatsende wieder zu wenig da ist. Geld ist weder gut noch schlecht. Es ist im Prinzip nur eine Form der Energie, die du entweder für Gutes oder für Schlechtes nutzen kannst. Versuche doch mal Geld als einen Freund zu betrachten, mit dem du schöne Abende verbringen kannst. Geld ist eine tolle Sache. Lerne, das Geld zu lieben und dankbar dafür zu sein.

Selbstliebe und das Ja zu uns und zum Leben

Die Kernursache für mangelnden Wohlstand, mangelnder Gesundheit, mangelnder Freude etc. ist das Fehlen von Selbstanerkennung und Selbst-Wertschätzung, kurzum nicht vorhandene Liebe zu uns selbst. Wurden wir in unserer Erziehung zunächst von aussen immer wieder verurteilt, haben wir das irgendwann für uns selbst übernommen und verurteilen uns selbst für alles Mögliche (z.B. für unseren Körper, unsere Vergangenheit, unsere Ex-Beziehungen, unsere Launen, Süchte usw.).

Verurteilen heißt, Nein zu sagen zu etwas, das doch schon da ist. Wir lehnen es ab. Doch alles, was sich in unserem Leben zeigt, hat einen Sinn und wünscht sich unsere Annahme, unser Ja.

Über Jahre haben wir gelernt, uns in unserem Denken selbst herabzusetzen. Wir sind alle Meister in der Selbstverurteilung. Dabei haben sich in uns Gedankensätze eingebrannt wie „Ich bin nicht gut genug. Ich bin nicht in Ordnung, so wie ich bin. Ich habe versagt. Ich bin schuld. …“

Wer so denkt - und sei es auch völlig unbewußt-, der zieht den Mangel im Außen an und schickt die Fülle fort. An dessen Haustür steht deutlich: "Bitte keine Fülle bei mir abladen. So etwas habe ich nicht verdient.“ Wer seinen eigenen Wert in seinem Innersten herabsetzt, der kann kein Leben in Freude, Frieden und Fülle erschaffen. Der mag vielleicht äußeren Erfolg und Reichtum erlangen, aber an diesem wird er sich nicht erfreuen können. Warum? Weil er sich an sich selbst nicht erfreuen kann.

Die Liebe ist der wichtigste Faktor auf dem Weg zu Fülle und Erfülltsein. Warum? Weil die Liebe die einzig wandelnde Kraft ist. Sie hilft dir auf dem Weg vom Mangel in die Fülle. Ich lade dich ein, dein Herz für dich selbst zu öffnen. Wie das genau geht, kannst du in einem Coaching bei uns erfahren.

Tu nichts des Geldes wegen

Wenn du in deiner Arbeit keinen Sinn entdeckst, wird es schwer dich zu motivieren, weil du die Arbeit innerlich gar nicht machen willst.

Wer seine Aufmerksamkeit darauf fokussiert, Geld zu erhalten oder zu mehren, der arbeitet an der falschen Baustelle. Wenn du dir mehr Geld in deinen Händen wünscht, dann höre auf, dich aufs Geld zu konzentrieren oder dir gar Geld zu wünschen. Du hast vermutlich schon gehört, dass mindestens 8 von 10 Lottomillionären ihre Million nach einem Jahr wieder verlieren, ohne dass sie ihren Lebensstandard verbessern können. Und warum? Sie sind innerlich nicht darauf vorbereitet, das Geld zu bekommen.

Wer sich mehr Geld wünscht, sollte sich innerlich darauf vorbereiten. Wer sich auf Gedanken wie „Ich will mehr Geld oder viel Geld haben“ konzentriert, der denkt im Hintergrund „Ich habe nicht genug Geld. Ich brauche Geld“. Leider wirkt dieser hintergründige Gedanke viel stärker als der vordergründige Gedanke „Ich will mehr haben“. Das Leben (oder das Universum) hört immer deinen hintergründigen Gedanken und antwortet darauf: „So sei es. Amen“. Also führt der Gedanke „Ich brauche mehr Geld“ dazu, dass du es morgen auch noch brauchst, also nichts hast.

Geld folgt der Freude

Neben der Dankbarkeit ist die Freude die vielleicht größte Quelle von Geld und Reichtum. Geld folgt der Freude. Wer die Freude als Dauergast in seinem Leben beherbergt, der strahlt ständig ein hohes Maß an wunderbarer Energie aus.

Was aber bringt uns in den Energiefluss der Freude?

Der Schlüssel zur Quelle der Freude ist die Frage: Was bringt dein Herz zum Singen? Frage also nicht deinen Kopf, sondern befrage dein Herz danach, wonach es sich sehnt, wovon es träumt, was es sich tief im Inneren wünscht. Spüre hinein, was dich erfreuen, was dich glücklich machen könnte - dein Herz kennt den Weg dorthin.

Mache das am besten zu deiner Lebenshaltung nach dem Motto: Ich will auf die Stimme meines Herzens lauschen und ihr folgen. Deine Herzensstimme kannst du nur erlauschen, wenn du regelmäßig in die Stille gehst und Zeit für dich nimmst. Dein Herz spricht ständig zu dir, aber seine Stimme ist im Vergleich zum Verstand sehr leise. Erforsche, was dir alles Freude machen würde und dann lebe es auch. Wann immer du dich wirklich freust, ist dein Herz im Spiel. Sorge dafür, dass du jeden Tag Freude hast. Erfreue dich an den kleinen Dingen. Verschiebe die Freude nicht in die Zukunft (z.B. auf das nächste Wochenende oder den nächsten Urlaub).

Freude ist eine Energie. Diese Energie zieht Energie ähnlicher Schwingung im Außen an: Freude zieht Freude an, Freude zieht Gesundheit an, Freude zieht Freundschaften an und Freude zieht Fülle an.

Gehe den Weg deines Herzens. Wenn dir etwas große Freude macht, dann tue es.

Mit dem Herz hast du eine Instanz in dir, die schon lange all das weiß, was dich zutiefst glücklich machen würde. Jeder Mensch möchte etwas ganz Eigenes in die Welt geben, weil wir etwas ganz Eigenes sind. Wenn wir dieses ganz Eigene in uns finden, jubelt unser Herz - und wir besitzen den Schlüssel zum Glück. Mache etwas, was du vielleicht noch nie gemacht hast, wonach dein Herz sich aber sehnt. Horche nicht auf den Applaus der Menschen, horche nur auf den Applaus deines eigenen Herzens. Halte den Kurs deines Herzens. Geh und tue, was du wirklich zu tun liebst - und nichts anderes! Du hast so wenig Zeit.

Arbeit ist sichtbar gemachte Liebe

Der Massenmensch trennt zwischen Arbeit und Freizeit. Dies ist eine völlig verrückte Einstellung zum Leben, mit der weder der einzelne noch die Gesellschaft auf Dauer erfolgreich und glücklich sein können.

Der Mensch ist von Natur aus ein höchst kreatives, erschaffendes Wesen. Unsere Seele blüht auf und unser Herz ist voll Freude, wenn wir erschaffend tätig sind. Wir sind hier auf der Erde, um gemeinsam etwas zu gestalten, und nicht, um auf die Rente hin zu leben.

Wie ist deine Einstellung zur Arbeit? Bist du mit Freude oder gar mit Begeisterung dabei? Oder hast du morgens den Gedanken: Ich muss arbeiten.

Was solltest du tun?

Ganz gleich, welche Arbeit du zurzeit hast, gehe dieser Tätigkeit jeden Tag mit Achtsamkeit, Dankbarkeit und Liebe nach. Denn es ist deine Entscheidung, mit welcher Einstellung morgens aufstehst und durch den Tag gehst. Es ist nie die entscheidende Frage, was ich tue, sondern wie ich es tue, wenn es um innere Zufriedenheit geht. Mache deine Arbeit so bewußt, mit soviel Liebe und so gut, wie du nur kannst.

Arbeit ist sichtbar gemachte Liebe. Und wenn du nicht mit Liebe, sondern nur mit Widerwillen arbeiten kannst, laß besser deine Arbeit und nimm die Almosen von denen, die mit Freude arbeiten.

Darfst du das Leben genießen, obwohl es anderen nicht so gut geht oder an anderen Stellen der Welt bittere Armut herrscht?

Ja, das darf du! Wer sich das nicht gönnt, der tut den Armen damit keinen Gefallen und lügt sich selbst etwas in die Tasche. Die Erfolgreichen dieser Welt haben die besten Voraussetzungen und die meisten Mittel, andere zu unterstützen und zu fördern.

Genauso wenig nutzt es anderen, wenn du dein Licht und deine Talente unter den Scheffel stellst, weil du Angst hast, was andere über dich denken könnten. Du tust anderen keinen Gefallen damit, im Gegenteil. Es dient der Welt nicht, wenn du dich klein machst.

Brauche nichts

Die Gedanken viele Menschen kreisen ständig um das „Brauchen“. Das Wort Brauchen ist ein Schlüsselwort des Mangel-Bewusstseins. Wer dieses Wort benutzt im Denken oder Sprechen, der verstärkt die Mangelzustände seines Lebens. Der strahlt ins Universum aus: ich habe nicht genug! Wer also glaubt, etwas zu brauchen, ist nicht auf dem Weg in die Fülle. Was du nicht hast, brauchst du auch nicht. Wenn kein Geld da ist, sollst du es auch nicht haben. Was nicht da ist, soll nicht da sein. Was da ist, soll da sein. Das ist die Sprache des Lebens. Das ist die demütige Anerkennung dessen, was jetzt ist oder was jetzt nicht ist.

Höre also in deinen Gedanken auf zu brauchen. Die Wahrheit heißt stets: ich habe immer genug und es gibt von allem genug. Richte deine Aufmerksamkeit immer auf das, was du hast und was du in Wirklichkeit bist. Und richte sie immer mehr auf das jetzt, auf diesen Augenblick.

Neale Walsch sagt: brauche nichts, wünsche alles und wähle, was sich zeigt!

Was immer sich zeigt in deinem Leben, muss einen Sinn haben. Sage ja dazu und erkenne es an.

Byron Katie sagt: entscheide dich, zum Liebhaber dessen zu werden, was jetzt ist, was ich jetzt in deinem Leben zeigt. Liebe, was ist.

Genieße alles, aber klebe nicht daran

Die materielle Welt ist dazu da, sie in vollen Zügen zu genießen.

Einer der schnellsten Wege zur Fülle ist der, sofort mit dem Genießen zu beginnen! Genieße das, was du gerade tust. Genieße geboren zu sein. Genieße jede Begegnung, genieße die Sonnenstrahlen. Werde zum ständigen und dankbaren Genießer des Lebens. Mache jeden Tag und dein ganzes Leben zu einem Genuss. (Vergleiche Dankbarkeit)

Die äußere, materielle Welt ist nicht zu trennen von unserer inneren Welt. Genieße deine materiellen Güter und höre auf, etwas davon zu verurteilen. Wenn du glaubst, diese Welt würde besser, weil du oder andere auf dieses oder jenes verzichten, irrst du.

Aber halte dich nicht krampfhaft fest an Dingen. Konzentriere dich nicht auf das Haben, sondern auf das Sein.

Sei mit den schönen Dingen des Lebens, aber klebe dich daran. Beachte: Die Dinge des Lebens sind nur geliehen (z.B. Macht, Geld) (Seneca). Alle materiellen Dinge werden vergehen. Aber das, was du mit ihnen erlebt hast und die Liebe, die du ihnen entgegengebracht hast, all das wird dir bleiben. Sammle Erlebnisse, nicht Dinge. Wir können nur das wirklich besitzen, was wir geliebt haben. D.h., das Ausmaß unserer Liebe und unseres Lebens bestimmt, wie reich wir in Wirklichkeit sind. Die Anziehungskräfte deines Herzens bestimmen, was dir wirklich gehört.

Frage dich: Liebe ich all das, was ich da besitze und habe? Trenne dich immer wieder von materiellen Dingen, die keine besondere Bedeutung mehr für dich haben. Wer krampfhaft an Dingen von gestern festhält, hat die Hände nicht frei, um die Geschenke des Lebens heute zu empfangen.

Das Leben ist wie ein ständiger Fluss: es bleibt nicht stehen. Geld oder materielle Güter – alles will fließen. Heiße die Geschenke des Lebens herzlich willkommen, genieße sie und dann lass sie wieder ziehen. Sei dir dabei bewusst, dass neue Geschenke auf dich warten.

 

Was ist wahrer Reichtum? Eine spiritueller Sichtweise

Fülle bedeutet: Offenheit für alles, was das Universum uns bieten kann. Reichtum wurde lange Zeit fälschlicherweise mit dem Besitz von Materie verwechselt. Dabei ist es ein Bewusstseinszustand, den Menschen natürlicherweise anstreben. 

Reichtum ist der Bewusstseinszustand, in dem wir komplette innere Fülle erleben. Es ist der Zustand, in dem du dir bewusst bist, dass jetzt alles da ist, was dich glücklich macht.

Und du auf nichts verzichtest, dir nichts fehlt und es nichts gibt, was du nicht sein oder haben kannst. Es ist eine innere Erfahrung, die dir jederzeit und überall zur Verfügung steht.

Achtung: Unsere Gesellschaft, Politik und Industrie will aber gar keine glücklichen Menschen. Sonst wird nichts mehr gekauft.

Unserer inneren Leere begegnen wir mit dem Wunsch, mehr zu besitzen und mehr zu sein. Wir glauben, uns ständig verbessern und wachsen zu müssen. Dabei erkennen wir nicht, dass wir in einem auf Wachstum basierenden System niemals irgendwo ankommen. Wir werden niemals genug besitzen, um erfüllt zu sein, denn die Wirtschaft lebt von unerfüllten Bedürfnissen. Je mehr wir uns anstrengen und ausgeben, desto leerer werden wir uns fühlen.

Zur Erinnerung: Glück ist eine Entscheidung. Ich bin der sicheren Überzeugung: Wir sind auf dieser Welt zum Leben und nicht nur zum Überleben. Lasst uns unsere Zeit geniessen und Spass haben. Was steht deinem Glück und deinem Erfolg im Weg? Wenn du den Weg dahin schaffen und alte Glaubenssätze überarbeiten willst, kann dir ein Coaching weiterhelfen.

Luxus

Neben dem äußeren Luxus gibt es daneben noch eine mindestens genauso wichtige Luxuswelt: den inneren Luxus. Und das ist der wahre Luxus. Er soll dazu beitragen, bewußt wertvoll leben zu können. Wahren Luxus kannst du nicht kaufen. Jede Generation hat einen anderen Luxus. Aber Luxus hat einen Nenner und dieser Nenner ist das Aussergewöhnliche. Coco Chanel hat das mal zusammengefasst: Luxus ist nicht das Gegenteil von Armut. Luxus ist das Gegenteil von Gewöhnlichkeit. Also das Aussergewöhnliche. Aussergewöhnliche Momente formen deinen Selbstwert. Wenn du Aussergewöhnliches in deinem Leben schaffen kannst, das kann klein sein, das kann groß sein, es sorgt dafür, dass dein Selbstwert steigt.

Luxus lohnt sich immer und rechnet sich nie. Luxus muss sich für dich lohnen. Und wenn es sich für dich lohnt, dann ist es etwas wert.

Was ist Luxus? Zeit. Das Bewusstsein, Zeit ist Luxus. Lebenszeit ist Luxus. Du kannst die tollste Luxusuhr tragen, sie würde dir nicht mehr Zeit geben. Das Entscheidende ist, dass du der Zeit mehr Wert gibst. Mach dir Gedanken, wie du die Zeit auffüllst, mit Energie, mit schönen Momenten, die du mit Freunden teilst. Was brauchst du wirklich im Leben? Es sind die Herzensprojekte, es sind die Herzensmenschen, die für dich einen Wert darstellen. Spüre die Freiheit, und geniesse das Gefühl, man muss gar nicht, sondern man kann.

Kultur ist das, was du in deinem Leben selbstgestaltend hervorbringst. Das ist wahrer Luxus.

Die Aussage „Das kann ich mir nicht leisten“ mag für den äußeren Luxus zutreffen. Aber im inneren Luxus, kann sich jeder alles leisten. Kultiviere deine Herzensmomente. Das lohnt sich.

Schlüssel für den Alltagsluxus:

  1. Lebe aussergewöhnlich. Wenn du etwas besonders gut machen willst, dann mach es anders als alle anderen.
  2. Habe das Bewusstsein: Zeit ist Luxus. Du kannst dem Leben nicht mehr Zeit geben, aber du kannst der Zeit mehr Leben geben.
  3. Kultiviere ein Leben, das sich für dich lohnt. Schau dir Situationen an, schau dir Dinge an, die sich für dich lohnen, die du selbst auch gestalten kannst. Und das kann sich wirklich jeder leisten. Die geben dir einen Wert ins Leben. Das macht das Leben besonders, das macht das Leben außergewöhnlich.
  4. Investiere in dich. Investiere in deine Weiterbildung, in Erfahrungen und schöne Momente.

Happy Money

Ken Honda wollte das Mysterium um das Thema Geld lösen. Er verbrachte 40 Jahre damit, alles über Geld und Glücklichsein zu lernen. Was er herausfand, kann deine Sichtweise auf Geld und deine Finanzen völlig verändern.

Geld, Spiritualität und Energie sind miteinander verflochten. Ken Honda nennt es Happy Money.

Es gibt 4 Kernprinzipien, wie du dein Geld mit positiver Energie auflädst. Nur so findest du Glück im Geld und lässt es in großen Mengen zu dir fließen. Geld ist keine Kopfsache, sondern emotionale Energie-Arbeit.

Es gibt viele reiche Menschen, die zeigen das Geld allein sie nicht glücklich macht.

Sie sind in die Unhappy Money Falle gefallen – sie sind nicht reich, sondern nur arme Menschen mit Geld.

Zeige mir deinen Geldbeutel und ich sage dir, ob du Happy money hast. Geld kann nämlich lachen oder weinen, je nachdem mit welcher Energie es gegeben oder empfangen wurde.

Die meisten Menschen haben kein gesundes Verhältnis zu Geld.

Reichtum ist nicht vom Kontostand abhängig, sondern von der inneren Einstellung. Seit frühester Kindheit haben wir Erfahrungen rund ums Geld. Leider sind diese ersten Erfahrungen häufig negativ konnotiert. Es ist entweder zuwenig da, oder wird als etwas schlechtes betrachtet. Es ist kein Wunder, wenn wir auch als Erwachsene Geld mit negativen Gefühlen in Verbindung bringen. Und dann vergleichen wir auch noch das, was wir haben, mit dem, was die Menschen in unserem Umfeld besitzen. Der Nachbar hat ein größeres Haus, der Kollege ein neueres Auto, die befreundete Familie gönnt sich Jahr für Jahr Flüge in die entferntesten Ecken der Welt. Anstatt sich an dem zu freuen, was wir haben, greift ein Phänomen, das Ken Honda als Mythos des Mangels bezeichnet: Man sieht nur, was man nicht hat. Das erzeugt Unzufriedenheit und ist die Ursache für Neid, Gier und Angst. Oft erstrecken sich diese Mangelgefühle über Generationen.

Wenn Geld mit negativen Gefühlen wie Mangel, Neid, Frustration, Verzweiflung, Wut oder Angst einhergeht, dann bezeichnet Ken Honda es als Unhappy Money. Und unglückliches Geld macht seine Besitzer unglücklich. Ein Teufelskreis.

Zum Glück gibt es einen Ausweg: Du kannst dein unglückliches Geld in glückliches Geld verwandeln. Um zu verstehen, wie das funktioniert, unternehmen wir zunächst einen Ausflug in die Welt der Gefühle.

Geld ist nur so lange neutral, bis Emotionen ins Spiel kommen.

Wirtschaftlich gesehen ist Geld per se wertneutral, es erfüllt drei grundsätzliche Funktionen: Es ist ein Tauschmittel, man kann es sparen und es vermehrt sich. Gut oder schlecht, das ist in der Theorie keine Frage.

Aber nun kommt der Mensch mit all seinen Erfahrungen, Befürchtungen und Ängsten ins Spiel. Menschen, die in Armut leben, kämpfen ums Überleben. Die Mittelschicht fühlt sich aufgerieben zwischen stressigen Jobs und dem Anspruch, den eigenen Kindern eine gute Ausbildung zu finanzieren. Reiche haben Angst, ihren Reichtum wieder zu verlieren. In allen gesellschaftlichen Schichten verbinden Menschen also Angst und Geld.

Die Frage „Was bedeutet Geld für dich?“ wird daher jeder Mensch mit Blick auf seine bisherigen Erfahrungen anders beantworten. Und die sind, wie wir schon erfahren haben, bei den allermeisten Menschen negativ. Wichtig hierbei ist: Solche negativen Einstellungen geben wir nicht nur an die Menschen in unserem Umfeld weiter, sondern auch über das Geld, das wir in den Händen halten. Wir laden es mit negativen Energien auf.

Die gute Nachricht lautet: Deine Einstellung zu Geld ist nicht in Stein gemeißelt. Dafür musst du aber erst einmal deine Gedanken und deine Einstellung ändern, und das ist für viele Menschen schwierig. Es fällt uns schwer, unsere alten Glaubenssätze zum Thema Geld zu ändern. Die Gedanken sind tief im Unterbewusstsein verankert. Eingeübtes und gesellschaftlich akzeptiertes Verhalten gibt hingegen Sicherheit. Und jetzt kommt so ein Japaner daher und erzählt dir, dass du ab sofort ganz anders mit Geld umgehen sollst?

Ja. Probiere es aus. Du wirst sehen, letztendlich werden ein paar kleine Veränderungen dazu führen, dass du all deine negativen Emotionen, die du gegenüber Geld empfindest, erst loslassen und später sogar ins Positive umwandeln kannst.

Geld an sich macht nicht glücklich, das stimmt. Glück muss von innen kommen. Aber wir können dieses Glück unserem Geld mitgeben, wenn wir etwas erreichen, das Ken Honda „Gegenwärtig-Sein“ nennt. Klingt sehr nach Zen? Ist es auch. Letztlich geht es immer darum, das ängstliche Gefühl Geld gegenüber in Liebe zu verwandeln. Denn Liebe als stärkstes positives Gefühl macht den Weg frei zu Fülle und Glück.

Wissen über Geld allein genügt nicht, du brauchst auch das richtige Gefühl.

Psychologen unterscheiden gewöhnlich zwischen IQ und EQ, also dem herkömmlichen Intelligenzquotienten und dem emotionalen Intelligenzquotienten. Ken Honda tut etwas ganz ähnliches: Für ihn gibt es einen Finanz-IQ und einen Finanz-EQ. Um zu Wohlstand zu gelangen, ist beides notwendig.

Widmen wir uns zunächst dem Finanz-IQ. Der umfasst in erster Linie dein finanzielles Wissen. Dabei bezieht er sich nicht allein darauf, die besten Investitionsmethoden zu kennen, sondern erlaubt einen routinierten Umgang mit Geld. Um finanziell intelligent Geld zu verdienen, sollte dir dein Beruf oder deine Tätigkeit Freude bereiten. Bist du am liebsten den ganzen Tag in der Natur, wird ein Bürojob dich nicht glücklich machen. Am wichtigsten ist, dass du dir immer selbst treu bleibst.

Genauso kannst du Geld finanziell intelligent ausgeben. Liebst du Musik oder gutes Essen? Dann gönne dir ein tolles Konzert oder ein 3-Gänge-Menü. Auch hierbei ist es wichtig, dass deine Ausgaben immer deinen Werten entsprechen. Das erreichst du auch dadurch, dass du in Herzensprojekte investierst, an wohltätige Organisationen spendest und Menschen unterstützt, deren Werte und Visionen du teilst. 

Anders als der Finanz-IQ steht der Finanz-EQ für die emotionale Reaktion auf Geld. Es geht darum, wie du Geld annehmen, es genießen, ihm vertrauen und es teilen kannst.

Aber wie kann man emotional intelligent mit Geld umgehen? Es fängt damit an, wie du dein Geld annimmst: nämlich mit einem Gefühl von Glück und Fülle. Wenn du es hast, dann genieße jeden Moment ganz präsent und in Dankbarkeit. Außerdem kannst du Freunde unterstützen und beschenken, oder du lässt deinem Chef oder einem Kunden eine kleine Aufmerksamkeit zukommen. Kaufe bei Menschen und Unternehmen, die du magst, segne dein Geld, wenn du es ausgibst, und segne den Empfänger oder das Unternehmen, das dein Geld erhält. Nach Ken Honda gibt es dadurch nämlich folgenden Effekt: Gibst du anderen Menschen viel, kommt noch mehr zu dir zurück.

Reichtum ist nicht vom Kontostand abhängig, sondern von der inneren Einstellung.

Woran denkst du beim Wort „Reichtum“? An Champagner, dicke Schlitten und eine Jacht? Oder eher an deine Familie, an Freunde oder schöne Momente deines Lebens?

Es ist unsere Einstellung, die unseren Wohlstand misst, nicht der Kontostand. Eine Frau, die von ihrem zehnjährigen Sohn zum Muttertag Blumen geschenkt bekommt, kann sich reicher fühlen als jemand, der Unternehmen leitet und einen Privatjet besitzt. Finanzieller Reichtum sollte außerdem nicht mit Sorgenfreiheit gleichgesetzt werden. Wenn das gehortete Geld zu Angst oder Missgunst führt, wirst du dich niemals reich fühlen können. Genauso ist es mit Geld, das du nur durch jede Menge Arbeit und Stress verdienst. Wir werden nie zufrieden sein, wenn wir immer nach noch mehr streben und niemals das Gefühl erleben, genug zu haben.

Was deiner inneren Einstellung helfen kann, ist das Geld bewusst in Fluss zu bringen. Denn wenn du etwas teilst, wird mehr davon zu dir zurückkommen. Denn nur, indem Geld finanziell und emotional intelligent weitergegeben wird, kann sich Happy Money vermehren.

Hier sind drei von Ken Hondas Tipps, um dein Geld fließen zu lassen.

Der erste Tipp lautet: Spare nicht aus Angst vor der Zukunft. Denn Angst blockiert deinen Geldfluss, anstatt ihn ins Fließen zu bringen. Stell dir stattdessen vor, welche Freude du empfindest, wenn du Geld für schöne Dinge ausgibst, zum Beispiel für einen Ausflug mit deiner Familie. Deine Angst wird in dem Maße verschwinden, in dem deine Freude steigt. Dafür brauchst du das Geld nicht wirklich auszugeben, allein der Gedanke genügt.

Hier ein zweiter Tipp: Gib deiner Arbeit einen Wert. Je nachdem, welchen Preis du für deine Arbeit oder Dienstleistung verlangst, wirst du unterschiedliche Kunden oder Kolleginnen anziehen. Auch hier gilt: Überlege dir vorher, mit welcher Art Mensch du zusammenarbeiten möchtest, und richte dein Angebot danach aus. Liebevolle Menschen ziehen andere liebevolle Menschen an, und Fülle muss nicht immer materieller Natur sein.

Und Tipp Nummer drei lautet: Sei selbstlos, aber scheue dich auch nicht, Freunde und Mentoren um Hilfe zu bitten. Lass dein Ego aus dem Spiel. Wer genug hat, kann anderen etwas abgeben, sei es Wissen, Erfahrungen, Geschenke oder Hilfe in einer schwierigen Situation. Je mehr du gibst, desto mehr wird zu dir zurückkommen. Je mehr Menschen erkennen, wie viel sie haben und wie viel sie so weitergeben können, desto stärker kommt unser aller Geld in Fluss.

Setze dich intensiv mit deiner finanziellen Vergangenheit auseinander und räume bei Bedarf auf.

Ob jemand gut mit Geld umgehen kann oder ständig am Rande des finanziellen Ruins lebt, hat häufig etwas mit der Familiengeschichte zu tun. Fast jeder von uns hatte in der Kindheit traumatische Erlebnisse in Bezug auf Geld. Bei manchen gab es wenig zu essen oder keine Weihnachtsgeschenke, weil kein Geld da war. Großeltern haben Kriegszeiten und Wirtschaftseinbrüche erlebt, Eltern wurden arbeitslos oder ihr Geschäft ging pleite.

Nimm dir einen Moment Zeit, um vor dem Hintergrund deiner Familiengeschichte deinen jetzigen Standpunkt in Bezug auf Geld zu klären. Gab es bei dir vielleicht frühkindliche Verletzungen? Was sind deine Ängste? Welche Glaubenssätze herrschten in deiner Familie vor? All das zeigt dir, welches Verhältnis du bisher zu Geld hattest. (Hier kann ein Coaching wunderbar weiterhelfen! Infos!)

Neben dieser sachlichen Ebene kommt auch die Gefühlsebene ins Spiel. Was hast du in diesen Situationen gefühlt? Beklommenheit und Angst? Wut und Groll? Kummer und Leid? Oder hast du eher Hass und Verzweiflung gespürt, Schuld und Scham oder sogar Abgestumpftheit? 

Vielleicht verbindest du Geld auch mit Gefühlen wie Begeisterung, Freude, Wertschätzung, Liebe und Glück. Diese Überzeugungen solltest du nach Möglichkeit behalten.

Um deine finanziellen Wunden heilen zu können, musst du akzeptieren, dass deine negativen Gefühle gegenüber Geld nicht deine Schuld sind. Es ist auch nicht die Schuld deiner Eltern, deiner Familie oder deiner Verwandten. Und auch deine Freunde oder die Gesellschaft tragen keine Verantwortung. Alle haben Fehler gemacht, denn sie wussten es nicht besser. Vergib ihnen. Durch Verstehen und Vergeben beginnt dein eigener Heilungsprozess. Verzeih auch dir selbst. Würdige deine Vergangenheit und schließe dann mit ihr ab. Wer aus der Vergangenheit lernt, kann Schwierigkeiten mit einer positiveren Einstellung begegnen und wird durch sein Handeln seine Zukunft proaktiv gestalten.

Was aber kannst du tun, um zu dieser positiven Haltung zu gelangen? Es ist ganz einfach. So einfach, dass die meisten von uns gar nicht auf die Idee kommen, diesen effektiven Weg zu wählen: Dankbarkeit ist der Schlüssel zu innerem Wohlstand

Japaner sind höflich und bedanken sich oft. Was liegt also näher, als sich auch bei seinem Geld zu bedanken!

Für Wahei Takeda, Ken Hondas langjährigen und inzwischen verstorbenen Lehrmeister, waren Güte, Großmut und Dankbarkeit die zentralen Ursachen für Glück und Wohlstand. Deshalb danke deinem Geld, wenn es zu dir kommt, und danke ihm, wenn es dich wieder verlässt. Nach dem Gesetz der Anziehung wirst du dadurch mehr Gründe für Dankbarkeit anziehen. Danken setzt eine sehr kraftvolle Energie frei.

Das gilt übrigens auch für alle anderen Lebensbereiche. Dankbarkeit sollte sich nicht allein auf das Geld beziehen, das du verdienst und ausgibst. Um unsere innere Einstellung positiv zu beeinflussen und zu Zufriedenheit und Wohlstand zu gelangen, solltest du auch dankbar dafür sein, dass du essen und dich warm anziehen kannst, dass du ein Dach über dem Kopf hast und von deiner Familie und deinen Freunden umgeben bist.

Sei außerdem aufrichtig dankbar, wenn du für etwas belohnt wirst, egal ob materiell oder immateriell. Genieße das Gefühl der Freude, das damit verbunden ist.

Danke ist das Zauberwort, das unser Verhältnis zu Geld verwandelt und unser ganzes Leben besser macht. Wir sind genug. Wir haben genug. Echte, bewusste Dankbarkeit ist eine unglaublich starke Kraft und der Schlüssel zu Happy Money.

Die Energie bestimmt, wie stark Happy Money fließt.

Wenn du als Kind Taschengeld bekommen hast, dann wirst du einen Teil vielleicht direkt für Süßigkeiten oder Comic-Hefte ausgegeben haben, der Rest ist möglicherweise in dein Sparschwein gewandert. Auch wenn wir älter werden, das Prinzip bleibt gleich: Geld existiert auf zwei Arten, als Bestand und als Fluss. Statt dem Sparschwein bilden bei vielen Erwachsenen Vermögenswerte wie Aktien, Anleihen und Immobilien den Bestand. Solche festen Werte sind unsere Reserven, um für uns und andere sorgen zu können. Fluss bezeichnet Geld, das kommt und geht. Damit ist unser Einkommen gemeint und auch das Geld, das wir für unseren Lebensunterhalt ausgeben. 

Laut Ken Honda ist jeder Mensch selbst für die Energie verantwortlich, die er seinem Geld einflößt. Was wir wollen, ist ein starker, positiver Geldfluss. Wie das geht? Indem du deinem Geld Dankbarkeit und Wertschätzung mitgibst. Je stärker diese positive Energie ist, desto mehr positiv aufgeladenes Geld wirst du wiederum anziehen.

Deshalb ist es auch kein Problem, wenn Happy Money wieder von dir wegfließt. Im Gegenteil, wenn du dir oder anderen etwas Schönes davon kaufst oder Geld in aufrichtiger Freude und Dankbarkeit abgibst, lässt du Happy Money fließen. Dabei ist es ganz egal, ob du ein gutes Restaurant besuchst, einen Kinofilm ansiehst, andere Menschen unterstützt oder es an wohltätige Organisationen spendest.

Wichtig zu wissen: Genauso wie die Wirtschaft fließt auch Happy Money nicht immer nur ruhig vor sich hin. Sei deshalb dankbar, wenn Geld zu dir kommt, und hadere nicht, wenn es durch ein natürliches Auf und Ab weniger wird. Wer im Happy-Money-Flow lebt, wird immer genug haben. Wenn du mehr als genug hast, genieße es, investiere zum Beispiel in deine Weiterbildung oder gib es an andere weiter. Erhöhe nicht deinen Lebensstandard, wenn du bereits genug hast. Das könnte sonst dazu führen, dass das Gefühl des Mangels wieder aufflammt.

Natürlich funktioniert das Gesetz der Anziehung auch andersherum. Geld ist neutral. Es kann sowohl von guter Energie als auch von schlechter Energie angezogen werden, wie von einem Magneten. Gehe Unhappy Money deshalb aus dem Weg. Vertraue in deine Fähigkeiten und nutze Finanz-IQ und Finanz-EQ, um den Geldfluss in eine positive Richtung zu lenken.

Die Rolle des Geldes wird sich drastisch verändern.

Nachdem wir nun so viel über Geld gesprochen haben, wird es nun Zeit, sich davon zu verabschieden. Denn technologische Entwicklungen zeigen uns einen Weg auf, den wir ohne Geld beschreiten werden. Mit jedem Tag verändert sich unser Leben, künstliche Intelligenz und die Sharing Economy spielen dabei eine große Rolle. Bildung, alternative Energie und regional erzeugte Lebensmittel sind Beispiele dafür, wie man Dinge effizient zum Wohle der Gesellschaft nutzt. Es geht um den Gewinn aller, nicht mehr um den des Einzelnen.

Geld wird seine Wichtigkeit als Tauschmittel verlieren. Ken Honda vergleicht seine Rolle mit der von Salz: Einst war Salz als einziges Konservierungsmittel sehr wertvoll. Mit der Erfindung von Tiefkühltruhen und Konserven verlor es seine Bedeutung und seinen hohen Preis. Erdöl wird es ebenso ergehen, sobald alternative Energieformen verfügbar sind. Das bedeutet nicht, dass Geld wertlos wird; es bedeutet, dass wir, mit den Worten Ken Hondas, in einer Welt ohne Angst vor einem Mangel an Geld leben. 

Das heißt: Geld wird im kollektiven Bewusstsein nicht mehr mit Freiheit gleichgesetzt werden. Stattdessen wird jeder erkennen, dass Glück und Sicherheit aus der eigenen Einstellung entstehen. Wer nicht im Bewusstsein des Mangels, sondern der Fülle lebt, wird neue Möglichkeiten sehen und sein Leben selbstbestimmt in die Hand nehmen.

Als Ken Honda auf einer Recherchereise nach Bhutan war, dem Land, in dem angeblich die glücklichsten Menschen leben, sprach er mit vielen Einheimischen. Sie hatten keine Sorgen, weil sie darauf vertrauten, dass ihnen notfalls Familie, Freunde oder der König helfen würden. Ein Mann antwortete, er habe eine Familie, eine Anstellung und ein Dach über dem Kopf, mehr brauche er nicht. Der Mann war glücklich, weil er alles hatte, was er brauchte.

Wenn du diesen Zustand ebenfalls erreichen möchtest, brauchst du klare Werte. Bewusste Dankbarkeit ist, wie schon beschrieben, der Schlüssel zu einem zufriedenen, erfüllten Leben.

Investiere außerdem in zwischenmenschliche Beziehungen, denn Freundschaften sind wertvoller und sicherer als Geld. Suche dir Menschen, mit denen du harmonierst, die dich inspirieren oder die ähnliche Geschäfte machen. Zufriedenheit entsteht durch gemeinsame Erlebnisse, durch das Im-Moment-Sein, durch eine sinnvolle Tätigkeit, ein bereicherndes Ziel. Erst, wenn man Freude hat und Freude verbreitet, kann man Happy Money erfahren. Vertraue dem Fluss des Happy Money, vertraue auf dich selbst und dein Netzwerk, vertraue in deine Zukunft, kurz: vertraue dem Leben. Sich keine Sorgen um Geld zu machen, bedeutet wahre Freiheit.

Fazit:

Wann haben wir genug Geld? Niemals! Es gibt immer jemanden, der mehr hat. Die meisten von uns haben leider ein Mangelbewusstsein.

Geldstress ist emotionaler Stress. Was ist Geld für dich? Welche Glaubenssätze hast du zum Geld?

Mit diesem neuen positiven Glaubenssatz bringst du die richtige Energie, das Happy money, wieder in den Fluß: Ich habe mehr als genug! Wir haben die Möglichkeit, das Verhältnis zum Geld positiv zu verändern. Über eine emotionale Heilung mit Liebe und Frieden können wir Geld in glückliches Geld umwandeln. Geld will fließen und sich vermehren. Ziel ist es, Geldprobleme lösen ohne Geld.

Tipps zur richtigen Einstellung zum Geld:

  • Lerne von glücklichen Millionären
  • Lächle und habe Vertrauen
  • Habe gute Freunde und gute Beziehungen (dann kannst du dich sicher fühlen)
  • Teile dein Geld. Es kommt mehr Geld, wenn du es teilst
  • Genieß die Freude des Gebens und des Empfangens

 

Geldrichtig

Philipp Müller empfiehlt, anstelle an deinen Gedanken über das Geld etwas zu ändern, lieber dein Verhalten zu ändern. Das sei einfacher und Erfolg versprechender.

Wohlstand ist eine Frage der Einstellung und des Geldverhaltens.

Viele Menschen finden sich als Erwachsene in genau der finanziellen Lage wieder, die sie bereits als Kind kennengelernt und verinnerlicht haben. Schuld daran sind innere Überzeugungen und Glaubenssätze, die wir von unseren Eltern und anderen Bezugspersonen übernommen haben, wie zum Beispiel „Ich verdiene keinen Reichtum“ oder „Reiche, das sind doch alles Protzer und Betrüger“. Wer so denkt, wird unbewusst immer nach Bestätigung für seine Überzeugungen suchen – und sie auch finden.

Die Gurus der Persönlichkeitsentwicklung empfehlen gern, solche unbewussten Glaubenssätze aufzuspüren und dann gebetsmühlenartig das Gegenteil zu behaupten: „Sagen Sie sich mindestens dreißig mal am Tag: ‚Ich verdiene es, reich zu sein‘“. Das klingt einleuchtend, klappt aber selten. Statt uns selbst eine Gehirnwäsche zu verpassen, sollten wir uns lieber von außen nach innen verändern, also unser Verhalten ändern und die Gedanken folgen lassen. Das ist wesentlich einfacher und Erfolg versprechender.

Statt also verbissen an deinen Gedanken herumzuschrauben, beobachte dein tägliches Verhalten in Bezug auf Geld. Um zu einer geldbejahenden Einstellung zu finden, achte darauf, wie du über Geld sprichst. Ausdrücke wie „Zaster“, „Kohle“, „Mäuse“ oder „Mücken“ mögen zwar lässig klingen, sprechen aber nicht gerade für eine seriöse, unvoreingenommene und positive Geldhaltung. Statt das Thema lapidar oder gar abfällig zu behandeln, darfst du hier und heute entscheiden, Geld ab sofort wichtig zu nehmen. Sag „Geld“ und „Vermögen“, nicht „Moneten“ oder „Schotter“.

Schon mit solchen kleinen Verhaltensänderungen wird sich deine Einstellung zu Geld und Reichtum bald zum Positiven verändern.

Mit der richtigen Geldpersönlichkeit baust du dauerhaften Wohlstand auf.

Immer wieder lesen wir Schlagzeilen über Lottomillionäre, Fußballprofis oder Filmstars, die ihre Millionen fast so schnell wieder verlieren, wie sie sie gewonnen haben. Ein dickes Bankkonto ist offenbar noch kein Garant für dauerhaften Wohlstand. Um wohlhabend zu werden und es auch zu bleiben, brauchen wir die richtige Geldpersönlichkeit.

Zwei Aspekte davon hast du bereits kennengelernt: eine positive Einstellung zum Geld – und achtsames Geldverhalten. Es gibt aber noch drei weitere Eigenschaften, die eine gute Geldpersönlichkeit auszeichnen: Dankbarkeit, Selbstwert und Respekt.

Vielleicht hast du schon vom Resonanzgesetz gehört: Wir ziehen an, was wir bereits empfinden und besitzen – Müller nennt es das „Genug-Gefühl“. Es hilft also gar nichts, Tag für Tag neidisch auf Nachbars Luxuskarosse zu schielen oder uns selbst zu bemitleiden. Wir werden eher reich, wenn wir uns bewusst machen, wie reich wir schon sind, und das unabhängig vom Kontostand.

Darum praktiziere Dankbarkeit – am besten jeden Tag! Müller und seine Frau zählen sich jeden Abend gegenseitig mindestens drei Dinge auf, für die sie an diesem Tag dankbar waren, die ihnen gut gelungen sind oder über die sie sich besonders gefreut haben.

Das führt uns gleich zum nächsten wichtigen Punkt: Selbstwert. Viele Menschen machen ihr Selbstwertgefühl an Äußerlichkeiten fest, wie Statussymbolen, gutem Aussehen oder Erfolg. Doch all diese Dinge sind flüchtig. Entwickle stattdessen ein innenorientiertes Selbstwertgefühl: Du bist wertvoll, weil du existierst! Nicht weil du schöne Haare oder einen Porsche hast.

Zum gesunden Selbstrespekt gehört übrigens auch, in sich selbst zu investieren, indem du dich weiterbildest.

Bleibt als Drittes noch der Respekt gegenüber anderen. Die zwei elementarsten Regeln des respektvollen Miteinanders sind Pünktlichkeit und Zuhören. Mache es ab sofort zu deinem obersten Gesetz, immer pünktlich zu sein und anderen wirklich zuzuhören. Damit machst du nicht nur dein eigenes und das Leben deiner Mitmenschen schöner und leichter. Du wirst langfristig auch erfolgreicher und somit wohlhabender werden!

Finde dein Warum und nutze Geld, um Gutes für dich und andere zu tun.

Als Müller finanziell unabhängig wurde, hätten eigentlich die Korken knallen müssen. Stattdessen fiel der Jungmillionär in ein tiefes Loch. Er wusste nichts mehr mit sich anzufangen und fand kaum noch einen Grund, morgens überhaupt aufzustehen. Ihm fehlte sein persönliches Warum.

Für ein erfülltes Leben in Wohlstand brauchst du ein starkes Warum. Geld allein kann das nicht liefern, es ist ja schließlich nur ein Tauschmittel. Wir wollen es nicht um seiner selbst willen, sondern weil wir bestimmte Wünsche und Träume damit verbinden.

„Reich sein“, „nicht mehr arbeiten“ oder „endlos shoppen“ zählen übrigens nicht. Klar ist es schön, mal eine Auszeit oder ein Vollbad in 500-Euro-Scheinen zu nehmen. Aber auf Dauer wird das ziemlich langweilig. Und was das Shoppen angeht: Konsum ist ja ganz nett, aber Sinnerfüllung findet man darin in der Regel nicht. „Mein Leben war schön, denn ich hatte ein richtig teures Auto“ – dieser Satz käme wohl den wenigsten an ihrem Lebensende über die Lippen. 

Menschen brauchen Sinn im Leben – etwas, das begeistert, das wertvoll und sinnstiftend ist. Falls dir auf die Schnelle nichts einfällt, frag dich einmal Folgendes: Was hast du als Kind am liebsten gemacht? Bei welcher Tätigkeit vergisst du alles um dich herum? Wofür wirst du von anderen besonders geschätzt? Wenn du dein persönliches Warum gefunden hast, kannst du daraus deine finanziellen Ziele ableiten. Wie viel Geld bräuchtest du, um deinen Traum zu verwirklichen? Was heißt „finanziell unabhängig“ konkret für dich?

Wohlstand bedeutet nicht, ständig nur den eigenen Vorteil im Blick zu haben. Wir sollten auch moralisch handeln und uns um andere kümmern. Müller unterscheidet darum zwischen reich und wohlhabend: Reiche haben einfach nur viel Geld. Wohlhabende hingegen sind reich und handeln nach gemeinnützigen Werten. Sie sind sich ihrer sozialen und ökologischen Verantwortung bewusst und tragen zum Gemeinwohl bei. Das ist natürlich auch ohne Geld möglich, aber mit Geld erreichst du wesentlich mehr.

Konsumverhalten

Geld ausgeben, aber richtig! (Gedanken und Tipps)

Augenblicke und Momente machen uns glücklicher als materielle Dinge.

Durchschaue die Maschen der Werbung und hinterfrage deine Kaufgewohnheiten. Shoppen macht glücklich, aber meist nur kurzfristig. Reflektiere daher kritisch, inwieweit dir deine Käufe nur als Trostpflaster dienen. Erfahrungen und Erinnerungen machen uns glücklicher als materielle Dinge. Das Leben ist einfach zu kurz, um nichts daraus zu machen. Denn es besteht nicht aus Besitztümern, sondern aus Erlebnissen. Sammle lieber Lebensmomente als Dinge.

In einer Umfrage bei über 50-jährigen Amerikanern stellte sich heraus, dass diejenigen, die sich selbst als glücklich bezeichnen, das meiste Geld für die Kategorie „Freizeit“ ausgeben.

Glück und schöne Momente erfahren wir außerhalb unserer Komfortzone. Wenn wir weniger Konsum und dafür mehr Aktivität in unser Leben holen, sparen wir nicht nur Geld, sondern gewinnen auch mehr Lebensfreude und schöne Momente.

Sofort zahlen und später zu konsumieren, schafft Vorfreude und macht glücklicher.

„Jetzt kaufen, später bezahlen“ ist weit verbreitet. Es ist heute so einfach, mit einem Klick schnell etwas Schönes zu erstehen, ohne gleich über die Finanzierung nachdenken zu müssen. Dabei macht es uns eigentlich viel glücklicher, etwas zuerst zu bezahlen und später zu konsumieren.

Etwas erst zu bezahlen und erst später liefern zu lassen oder zu konsumieren, schenkt uns dagegen eine Zeit der Vorfreude, und genau die macht uns glücklich. Urlauber sind z.B. in der Zeit vor ihrem Urlaub durchschnittlich glücklicher als während des Urlaubs.

Kaufe Zeit, um dich glücklichmachenden Dingen widmen zu können.

Ein toller Einsatz von Geld ist es, Aufgaben, die du nicht gern machst, jemand anderem oder einer Maschine zu überlassen.

Eigentlich ist es viel cleverer, etwas Geld auszugeben und sich dafür etwas zu leisten, das Zeit einspart. Du kannst dir den Einkauf z.B. nach Hause liefern lassen. Das kostet zwar mehr, schenkt dir jedoch wertvolle Zeit. Dennoch verbringen wir zu viel Zeit unseres Alltags mit Hausarbeit und Einkaufen und sind dadurch gestresst, anstatt Dinge zu tun, die sie mit Glück erfüllen.

Es ist schöner, Geld für andere auszugeben als für dich selbst.

Ein noch mächtigeres Instrument zur Erschaffung von Glücksgefühlen ist es, Geld für andere ausgeben. Es ist bekannt, dass es uns glücklich macht, anderen Menschen etwas zu schenken oder ihnen zu helfen. Wenn wir das Lächeln einer Person sehen, der wir gerade etwas geschenkt haben, freuen wir uns mit ihr und das verstärkt unsere Verbindung mit ihr. Das gilt natürlich vor allem, wenn wir jemandem etwas schenken, den wir gern mögen. Aber auch, wenn wir Unbekannten etwas Gutes tun, stellt sich dieses positive Gefühl ein. Glück und Erfüllung stellen sich immer dann ein, wenn du etwas machst, was Sinn für dich macht!

Folge der 30-Tage-Regel.

Sag Impulskäufen den Kampf an und folge einer einfachen Regel: Planst du eine Neuanschaffung oder siehst etwas, das du haben willst, schlage nicht sofort zu, sondern warte 30 Tage mit dem Kauf. Das gibt dir Bedenkzeit, und du wirst feststellen, dass sich viele deiner spontanen Wünsche von allein erledigen.

Wofür wir unser Geld ausgeben, zeigt unseren sozialen Status.

Wohlhabende verwenden ihr Geld traditionell anders. Sie leisten sich die besten Anwälte, um ihr Recht einzufordern, kaufen sich große Grundstücke, um ihre Privatheit zu zelebrieren, und rücken den Zeichen des Alterns mit Laser und Skalpell zu Leibe. Vor allem aber investieren sie und versuchen ihr Vermögen stets zu vermehren.

Geld anlegen

Wer viel Zeit damit verbringt, Geld zu verdienen, sollte sich auch die Zeit nehmen, darüber nachzudenken, das Geld zu vermehren.

Betrachte es als Luxus, sparen zu können, denn du weißt: Wer nichts hat, kann auch nichts sparen.

Sparbuch und Festgeldkonto kannst du dir sparen.

Mit Sachwerten Geld sichern.

Das Einzige, was absolut krisensicher ist, sind nämlich Sachwerte. Sie sind der richtige Ort, dein Vermögen zu parken – ganz egal wie groß oder klein es ist. Sachwerte sind im weitesten Sinne alles, was sich anfassen lässt. Ob Gold oder Schmuck, Kunst, Land oder Wald, Autos oder Immobilien. Zentral ist bei der Investition in Sachen, dass du dein Vermögen auf verschiedene Werte verteilst. Das Stichwort lautet Diversifikation. Orientiere dich dabei an Eichhörnchen: Die vergraben Hunderte von Nüssen an verschiedenen Orten. Selbst wenn hier und da eine gefressen oder geklaut wird, bleiben am Ende noch mehr als genug übrig!

Das Geldspiel

An der Börse bist du nur erfolgreich, wenn du die Grundregeln des Aktienhandels verstehst.

Als Aktien-Anleger solltest du dich mit diesen Abläufen unbedingt vertraut machen. Hier ein paar Grundregeln. Zuerst solltest du dich mit dem Gedanken anfreunden, dass die Börse in Zyklen verläuft. Auf Perioden anhaltend steigender Kurse folgt eine Phase, in der die Kurse anhaltend sinken. Lass dich von diesem Auf und Ab nicht abschrecken, sondern gewöhne dir stattdessen an, langfristig und in Börsenzyklen zu denken – das schont deine Nerven.

Eine weitere wichtige Tugend beim Aktienhandel ist Geduld. Vergiss niemals: Du investierst nicht um des Handelns willen, sondern um dein Vermögen zu vermehren. Nimm dir darum Zeit, um zu recherchieren und so viel wie möglich über das Unternehmen herauszufinden, dessen Aktien du handeln möchtest. Überstürzte Aktionen können dich teuer zu stehen kommen. Überhaupt solltest du deine Emotionen möglichst heraushalten. Insbesondere Angst und Gier sind schlechte Investmentberater. Aber auch Übermut und blinde Euphorie sind beim Aktienhandel fehl am Platz. Bleib auf dem Teppich: Freue dich maßvoll über Gewinne und gestehe dir ehrlich ein, wenn du Verluste machst.

Mit Aktien, Fonds und ETFs sein Geld vermehren.

Shoppingtipp für Aktien: Wir sollten nur Aktien von Firmen kaufen, die wir verstehen und wertschätzen. Kaufe Aktien von Unternehmen, deren Produkte du magst und die du selbst gekauft hast. Der Trick ist, dass wir uns immer, wenn wir eine Aktie kaufen, überlegen müssen, ob wir die Firma auch kaufen würden. Kaufe Aktien von Familienunternehmen. Solange eine Familie hinter einem Unternehmen steht, spricht das für Beständigkeit und einen sorgsameren Umgang mit den erschaffenen Werten.

Der Kauf einer Aktie hat auch einen Einfluss darauf, welche Firmen erfolgreich werden. Dessen sollten wir uns immer bewusst sein und daher nie die Aktie eines Unternehmens kaufen, das wir eigentlich nicht unterstützen möchten.

Welche Aktien sollen wir kaufen? Unser erstes Ziel sollte dabei immer sein, kein Geld zu verlieren. Und es gibt einige Unternehmen, die extrem gut gegen Verluste geschützt sind. Wie eine Ritterburg haben sie ein oder mehrere Burggräben, die sie uneinnehmbar machen und vor feindlichen Angriffen schützen. Es gibt Firmen, die sind einfach unschlagbar.

Philipp Müller empfiehlt, in die Weltmarktführer des täglichen Bedarfs zu investieren. Grundnahrungsmittel, Medikamente und Klopapier sind auch in Krisenzeiten gefragt.

Wenn du in Aktien investierst, solltest du einige Regeln beachten.

Was glaubst du, ist das wichtigste Produkt von Amazon? Bücher? Haushaltswaren? Falsch! Amazon generiert seinen größten Umsatz mit dem Verkauf von Speicherplatz. Coca-Colas wichtigstes Produkt ist Cola? Denkste! Es ist Wasser. Ach, und falls du glaubst, McDonald’s mache seinen Hauptumsatz mit Burgern und Fritten, liegst du wieder daneben. Die richtige Antwort lautet: Immobilien. Du ahnst, worauf wir hinauswollen: Informiere dich immer ganz genau, in was du eigentlich investierst! Das ist die erste Regel, um erfolgreich und vor allem heil durch den Börsendschungel zu kommen.

Zunächst geht es, wie gesagt, um die Qualitätsprüfung. Nutze dazu ein Auswertungstool wie beispielsweise Value Line, das die Unternehmenskennzahlen von über 7000 Firmen zusammenfasst. Nimm etwa vierzig davon in die engere Auswahl und siebe dann immer weiter aus, bis du deine fünf bis zehn Favoriten hast.

Die unterziehst du dann im zweiten Schritt einem Preis-Check, ähnlich wie beim Kauf eines Gebrauchtwagens: Was wäre ein fairer Preis für diese Aktie? Dazu ermittelst du anhand der Kursverläufe das Chancen-Risiko-Verhältnis (CRV). Hier eine kleine Anleitung.

Sagen wir, du möchtest das CRV der Aktie eines Keks-Fabrikanten bezogen auf die letzten zehn Jahre ermitteln. Dazu brauchst du drei Werte: den aktuellen Kurs, 100 Euro, und dann den höchsten und niedrigsten Kurs in der vergangenen Dekade, 140 Euro und 90 Euro. Nun kommen zwei Rechenschritte: Ziehe den heutigen Kurs vom Höchstpreis ab, 140 minus 100 macht 40. Anschließend subtrahierst du den tiefsten vom heutigen Preis, 100 minus 90 macht 10. 40 und 10 – diese Werte ergeben das Chance-Risiko-Verhältnis bei 100 Euro Kurswert. Es beträgt demnach 40:10 bzw. 4:1. Die Keks-Aktie erhält den Daumen hoch, denn du investierst bitte nur bei einem CRV von 3:1 oder höher.

Es ist natürlich dumm, sein ganzes Vermögen in eine einzige Aktie zu stecken. Aber genauso dumm ist es, einfach alle möglichen Aktien durcheinander zu kaufen, nur um sein Portfolio zu diversifizieren. Stattdessen sollten wir einige wenige, aber hervorragende Aktien auswählen.

Generell kannst du mit Aktien auf zwei Arten Geld verdienen. Erstens, indem der Kurs deiner Aktie steigt. Und zweitens mit der – oft vernachlässigten – Dividende, also einer Beteiligung am Gewinn eines Unternehmens. Nicht nur der Kurs einer Aktie, auch die Dividende ist entscheidend.

Als Faustregel gilt: Ab 3% ist die Dividende ansehnlich. Hinzu kommt, dass viele Unternehmen ihre Dividende mehr und mehr anheben. 

Wer wagt, gewinnt: Nur mit Risiko häufen wir Reichtum an.

Vor allem müssen wir dabei unsere Einstellung zum Risiko verändern. Alle finanziell erfolgreichen Menschen sind nur durch das Inkaufnehmen von Risiken zu ihrem Reichtum gekommen und sind so erfolgreich, weil sie solche Risiken nicht fürchten, sondern wissen, wie sie mit ihnen umgehen müssen.

Sparen ist Luxus. Ein Töpfesystem verhilft zu einem guten Geldverhalten.

Teile dein Einkommen auf verschiedene Konten auf! Das Töpfesystem ist ein einfaches, aber äußerst effektives Tool zur Verwaltung deiner Finanzen. Bewährt hat sich folgende Einteilung für deine Geldtöpfe: 60% sollten für laufende Kosten (Lebenshaltung) und 10% für größere Anschaffungen beiseite gelegt werden. 10% von jedem verdientem Euro sollten auf ein Konto gehen, das nur für Sparen (Kapitalanlagen oder andere Investitionen in passive Einkommensflüsse) reserviert ist. Außerdem wandern 10% auf ein Spaß-Konto (Vergnügen und Bildung), mit dem du ohne jedes schlechte Gewissen lebst und dir sogar den einen oder anderen Wunsch erfüllst. Mit diesem Geld darfst du dir etwas Gutes tun und dich wie ein Millionär zu fühlen – z.B. in exklusiven Restaurants das teuerste auf der Karte zu bestellen. Investiere mit diesem Konto auch in deine Bildung bzw. Weiterbildung. 10% darfst du für Spenden ausgeben.

Warum dich der Coffee-to-go dein Vermögen kostet

Du willst wissen, wie viel Geld dir durch den „Latte-Effekt“ flöten geht? Dann orientiere dich an der 752-Regel. Bei der 752-Regel multipliziert man seine wöchentlich wiederkehrenden Ausgaben (für den Kaffee, das Frühstück unterwegs oder die Schachtel Zigaretten) mit der Zahl 752. Dann erfährt man, wie viel Geld man nach zehn Jahren gespart hätte, wenn das Geld nicht in den Magen, sondern in einer Form der Geldanlage gelandet wäre.

Frugalismus

Die zwei Säulen des Frugalismus sind finanzielle Freiheit und eine eigene Definition des Glücks.

Frugalisten (frugal für „sparsam“) haben sich einer Kombination aus genügsamem Lebensstil und kluger Geldanlage verschrieben mit dem Ziel, möglichst früh finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen. Minimalisten mit Aktiendepot, wenn man so will.

Frugalisten geht es darum, die Dinge, die sie sich leisten, auch wirklich zu genießen und wertzuschätzen. Geld ist nicht allein zum Ausgeben da, sondern lässt sich als eine Form von Lebensenergie verstehen. Wir können es dazu verwenden, unser Leben nach unseren Wünschen zu gestalten. Zugleich geben wir auch Energie, wenn wir es ausgeben, denn wir mussten ja meist etwas tun, um das Geld zu verdienen.

Deshalb überlegen Frugalisten zweimal, bevor sie Geld ausgeben. Ottonormalverbraucher fragen sich, ob sie sich dieses Auto oder jenes Paar Schuhe gerade leisten können oder nicht. Ein Frugalist dagegen fragt: „Ist es mir diese Menge an Lebensenergie wert?“ „Verbessert sich meine Lebensqualität entscheidend, wenn ich diese Ausgabe tätige?“ Auch Frugalisten kaufen sich Dinge, sie tun es nur viel bewusster. Frugalismus bedeutet, seine Prioritäten neu zu setzen.

Dabei kann der Frugalist eine erstaunliche Entdeckung machen: Der Verzicht befriedigt ihn, er fühlt sich frei! Wie wir oben schon erfahren haben, sind die entscheidenden Faktoren für Gesundheit und ein glückliches Leben nicht etwa Reichtum oder Berühmtheit. Viel wichtiger sind gute Beziehungen, gefolgt von einer erfüllenden Tätigkeit, ausreichend Bewegung, gesunder Ernährung und der Aktivität unserer Gehirnzellen, sprich: lebenslanges Lernen und Ausleben unserer Kreativität. Lebe frugal und betrachte es als Luxus, sparen zu können, denn du weißt: Wer nichts hat, kann auch nichts sparen. Konsum hingegen macht meist nicht lange glücklich, oft aber sehr viel ärmer. So schön neue Sachen auch sind, oft verblasst die Freude recht bald und wir brauchen etwas Neues, um uns wieder gut zu fühlen. Es lohnt sich nicht, Statussymbolen, immer neuen Konsumgütern und kurzweiligen Vergnügungen nachzujagen, da das Glück des Besitzes meist nicht nachhaltig ist.

Investiere in dich und in deine Weiterbildung, das bringt dich weiter! Erst kommt das Sein dann das Haben nicht andersherum. Nicht: Erst das Haben dann das Sein! Also erst musst du irgendwie so und so sein und dich fühlen und dann kommt die Gesundheit, das Geld und nicht: erst kommt der Porsche und dann bist du gut drauf

Wie ticken eigentlich Superreiche?

Es gibt keine einheitliche Definition für Superreiche, aber die meisten von ihnen sind Unternehmer.

Diese Schwervermögenden sind auf unterschiedlichen Wegen zu ihrem Erfolg gekommen. Es lassen sich drei verschiedene Typen identifizieren:

Typ 1 (Misfit) genannt, hat seine Schwierigkeiten mit Anpassung und Autorität bereits in der Schule durch rebellisches Verhalten verarbeitet. Die Selbstständigkeit ist für ihn daher logische Alternative zur Festanstellung.

Typ 2 kann sich zwar grundlegend vorstellen, als Angestellter Karriere zu machen, möchte es aber schneller zu mehr Geld, mehr Verantwortung und spannenderen Herausforderungen bringen. Typ 3 stammt häufig aus einer Unternehmerfamilie und hat überhaupt noch nie selbst in einer „gewöhnlichen“ Festanstellung gearbeitet.

Die Psychologie der Superreichen: So denken Millionäre

Spezifische Denkmuster programmieren unseren Kontostand vor.

Einkommen oder der Erfolg bei Geldgeschäften ist nicht so sehr von Fähigkeiten oder Glück und Schicksal abhängig, sondern vor allem unbewussten Denkmustern geschuldet, die jeder mit sich herumträgt. Wie Glaubenssätze unser Leben lenken, haben wir ja bereits oben mehrfach gesehen.

Diese Denkmuster werden schon in der Kindheit durch Erfahrungen und Vorbilder geprägt und lenken unser Verhalten derart, dass sie später direkten Einfluss auf unseren Kontostand haben. Was uns unsere Eltern über Geld vermitteln, prägt unsere Denkmuster.

Wer schon als Kind gelernt hat, dass „mit Geld alles geht“, wird sich viel leichter tun, Geld anzuhäufen, weil die Motivation, durch Reichtum unabhängig und frei zu sein, mit Geld auch befriedigt werden kann.

Wir reproduzieren unbewusst die Einkommensstrategien unserer Eltern.

Auch wie die Eltern ihr Geld erwirtschaften und wie sie mit ihm umgehen, schauen wir uns von ihnen ab. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und was er sich erst einmal angelernt hat, ändert er nicht so einfach.

Wer reich sein will, muss lernen, sein Schicksal in die Hand zu nehmen.

Wenn man sich dabei erwischt, dass man seine finanzielle Not auf einen anderen schiebt oder jammert, sollte man sich immer ins Gedächtnis rufen, dass man selbst für seinen Erfolg verantwortlich ist und nach den Gründen für den Misserfolg forschen.

Angehende Millionäre sollten eine positive Einstellung zu Geld haben.

Um reich zu sein, muss man Geld auch mögen. Arme Menschen hegen oft zu viele negative Gedanken über Reichtum.

Um reich zu werden, sollte man außerdem reiche Menschen mögen. Neid und Argwohn ärmerer Menschen gegenüber Millionären sind negative Gefühle, die sie um den Erfolg bringen. Wenn man Reiche verachtet, wird man instinktiv nie einer von ihnen werden.

Fakten über Superreiche

Superreiche haben sich ihr Vermögen meist selbstständig erarbeitet. Superreiche wollen vor allem frei und unabhängig sein. Superreiche besitzen längst genug Geld, um nie wieder arbeiten zu müssen, und werfen sich dennoch täglich hingebungsvoll in ihre Projekte. Die Unabhängigkeit erlaubt es ihnen, ganz neue Ziele zu entwickeln.

Eine klare Vorstellung der eigenen Ziele ist eine weitere interessante Gemeinsamkeit der Superreichen. Die meisten von ihnen haben es sich angewöhnt, ihre beruflichen Ziele schriftlich auszuformulieren und die notwendigen Schritte zur Umsetzung ganz konkret zu visualisieren.

Interessanterweise scheiden sich vor allem bei einer Sache die Geister: der Möglichkeit, sich quasi alles kaufen zu können. Während Luxus und Kaufkraft für die einen durchaus eine große Rolle spielten, war der Konsum für die anderen eindeutig zweitrangig.

Wer erfolgreicher Unternehmer werden möchte, braucht keinen Abschluss mit summa cum laude, sondern implizites Wissen.

Man denkt, dass wohlhabende Menschen im Durchschnitt häufiger ein Abitur oder einen Hochschulabschluss besitzen als Menschen aus der Mittelschicht. Eine Untersuchung (Zitelmann Studie) ergab genau das Gegenteil. Der Großteil der befragten Superreichen hatte bestenfalls mittelmäßig in Schule und Uni abgeschnitten. Weitere Erfolgsfaktoren für Superreiche sind: Kinder, die sich z.B. als Klassensprecher früh in Führungsrollen geübt hatten, wurden mit höherer Wahrscheinlichkeit auch später erfolgreiche Unternehmensführer. Wer in jungen Jahren erfolgreich Leistungssport betrieben hatte, konnte diesen Ehrgeiz später häufig in eine steile Karriere ummünzen. Und wer in einem Unternehmerhaushalt aufwuchs, schlug auch selbst meist den Weg der Selbstständigkeit ein.

Der mit Abstand größte Erfolgsfaktor scheint jedoch das implizite Wissen zu sein. Der Psychologe Arthur S. Reber definierte implizites Lernen als unbewussten Lernprozess, bei dem wir die Erfahrungen aus den verschiedensten Tätigkeiten und Aufgaben zu einer Art abstraktem Wissen destillieren. Dieses Wissen ist zwar nicht explizit abrufbar, hilft uns jedoch vor allem dann, wenn wir schwierige bzw. komplexe Entscheidungen treffen müssen. Umgangssprachlich könnte man dieses implizite Wissen daher wohl am besten als Intuition beschreiben.

Wer superreich werden möchte, braucht auf jeden Fall ein gewisses Verkaufstalent. Angehende Superreiche benötigen die Fähigkeit, andere Menschen von einer Sache zu überzeugen.

Wer es als Selbstständiger weit bringen möchte, muss optimistisch denken.

Alles Verkaufstalent der Welt bringt nichts, wenn man nicht mit Optimismus ans Werk geht. Die Superreichen verstehen darunter im Wesentlichen ein starkes Vertrauen in sich und ihre Fähigkeiten. Erfolgreiche Unternehmer sind tatsächlich deutlich optimistischer als andere Menschen. Eine hohe Selbstwirksamkeit bedeutet ein ausgeprägtes Vertrauen in die eigene Fähigkeit, seine Ziele zu erreichen.

Diese Eigenschaften sind typisch für Superreiche:

  1. Offenheit: Offenheit meint die Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Erfahrungen, Extraversion die Geselligkeit und soziale Einbindung, Verträglichkeit die Fähigkeit, respektvoll auf andere Rücksicht zu nehmen.
  2. Gewissenhaftigkeit: Die Gewissenhaftigkeit verbindet Pflichtbewusstsein mit Ehrgeiz, Disziplin und Ausdauer. Gewissenhaftigkeit ist das mit Abstand markanteste Merkmal.
  3. Nonkonformismus: Superreiche besitzen eine gewisse Abneigung gegenüber dem Mainstream. Sie haben einen ausgeprägten Hang zum Nonkonformismus. Dabei lassen sich zwei Typen von Nonkonformisten unterscheiden. Typ 1 handelt aus purer Anti-Haltung gegen den Mainstream. Er genießt das Gefühl, gegen den Strom zu schwimmen und mit seiner Andersartigkeit anzuecken. Für Typ 2 ist der Mainstream hingegen von Natur aus keine Bezugsgröße. Er handelt nicht aus Prinzip anders als die Masse, sondern weil er schlichtweg lieber seinen ureigenen Werten und Überzeugungen folgte.
  4. Fehlermanagement: Ein weiterer Schlüssel zum Erfolg der Superreichen ist ihr Umgang mit Rückschlägen und Fehlern. Superreiche halten den Kopf auf drei Arten über Wasser, wenn Land unter ist. Ruhe gibt ihnen die Kraft, in schweren Momenten offen mit Partnern und Investoren zu kommunizieren. Diese wiederum belohnen die Ehrlichkeit mit Vertrauen. Zweitens suchen Superreiche die Fehler bei sich selbst, während viele Menschen die Schuld für eine Misere auf andere abwälzen. Grund dafür ist ihr starker Drang danach, die Zügel selbst in der Hand zu halten. Drittens verstehen es Superreiche, aus diesen Fehlern die richtigen Schlüsse zu ziehen.
  5. Risikobereitschaft: Auf lange Sicht spielt besonders der richtige Umgang mit Risiko eine große Rolle. Jede Existenzgründung ist ein Wagnis. Die Forschung zeigt, dass erfolgreiche Unternehmer deutlich risikofreudiger sind als der Rest der Gesellschaft. Aber Achtung: hohe Risikobereitschaft ist nach wie vor essenzielle Voraussetzung für großen unternehmerischen Erfolg, andererseits ist langfristiges Wachstum nur mit moderater Risikofreude möglich. Wie so oft, ist ein Mittelmaß am besten. Tatsächlich scheint sich die Besonnenheit auf lange Sicht als nachhaltiger zu erweisen. Eigentlich logisch: Wer dauerhaft alles riskiert, kann dauerhaft alles verlieren.