Spinalzellkarzinom

Erste Anzeichen für den hellen Hautkrebs können abnorme, aber relativ harmlose Hautwucherungen sein. Im Verlauf entstehen eher schuppige oder warzenartig wachsende Knötchen. Wenn der Tumor dicker wird, bildet sich ein Knoten, der tiefer in die Haut und das umliegende Gewebe eindringt. Das Plattenepithelkarzinom kann dann in die Lymphknoten und innere Organe streuen.

Spinalzellkarzinom

Spinalzellkarzinome (auch als Plattenepithelkarzinom der Haut, Spinaliom oder Stachelzellkrebs    bezeichnet) sind von den Epithelien der Haut und der Schleimhäute (Mund, Genitalbereich) ausgehende bösartige Tumoren. 

Das Spinalzellkarzinom tritt vor allem an lichtexponierten Stellen wie dem Gesicht, den Händen oder Unterarmen sowie an den Schleimhäuten auf.

Das Spinalzellkarzinom ist der zweithäufigste bösartige Hauttumor. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Der Erkrankungsgipfel liegt zwischen dem 70. und 80. Lebensjahr.

Spinalzellkarzinome entwickeln sich in erster Linie auf dem Boden schwer lichtgeschädigter Haut bei bereits vorhandenen aktinischen Keratosen. In selteneren Fällen entstehen sie aus chronischen Wunden, Verbrennungsnarben oder anderen Hauterkrankungen. Das Plattenepithelkarzinom der Haut ist das Paradebeispiel für einen durch Sonnenlicht ausgelösten Tumor. Hierbei spielt die kumulative Sonnenexposition („UV-Lebenszeitkonto“) eine entscheidende Rolle. Besonders gefährdet sind Personen, bei denen das Immunsystem etwa infolge einer medikamentösen Therapie nach Organtransplantationen geschwächt ist.

Diagnostik und Therapie

Je früher Spinalzellkarzinome der Haut erkannt und behandelt werden, desto besser ist ihre Prognose.

  • Standardtherapie ist die vollständige operative Entfernung des Tumors. Bei Karzinomen mit einem sehr hohen Risiko der Bildung von Tochtergeschwülsten (Metastasen) kann eine vorbeugende Operation der angrenzenden Lymphknoten notwendig sein. 
  • Ist eine Operation aus medizinischen Gründen nicht möglich oder liegen sehr ausgedehnte Frühformen des Karzinoms vor, gibt es eine Vielzahl von Therapiealternativen. Hierzu zählen u.a. oberflächlich zerstörende Maßnahmen wie Kürettage, Elektrodesikkation, Kryotherapie (Vereisung), eine lokale Immuntherapie (Imiquimod-Creme) und Strahlentherapie.
  • Bei Tumoren im fortgeschrittenen Stadium (Lymphknotenbefall und/oder Metastasen in anderen Organen) arbeiten wir eng mit dem Hauttumorzentrum in Augsburg (Zertifiziertes Hautkrebszentrum) zusammen. 

Nachbehandlung und Nachsorge

  • Zur Nachbehandlung ist ein konsequenter Lichtschutz wichtig, um weitere UV-Schäden zu verhindern. Hier eignen sich spezielle neue Präparate mit hohem Schutz im UVB- und UVA- Bereich (z.B. Dr. Haut Sonnenlotion LSF 50). Zusätzlich sollte der Kopf in der Sonne durch Hüte oder Kappen geschützt werden.
  • Kontrollieren Sie selbst regelmäßig Ihre Haut. Bei unklaren Hautveränderungen sollte immer ein Hautarzt aufgesucht werden.
  • Regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen beim Hautarzt (Hautkrebsvorsorge) sind notwendig, um Rückfälle oder mögliche neu auftretende Hautkrebse im frühen Stadium zu diagnostizieren.
  • Für ein starkes Immunsystem ist ein ausgeglichener Vitalstoff-Haushalt wichtig. 


Als operative Schwerpunktpraxis beraten wir Sie gerne über die therapeutischen Verfahren und vor allem über Möglichkeiten die Erkrankung zu vermeiden.

 

Weitere Informationen finden Sie im Gesundheits-Lexikon.